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FAQ - Fragen zum Thema Schallschutz

  1. Was bedeutet baulicher Schallschutz?

  2. Was ist der Unterschied zwischen Luftschall und Körperschall?

  3. Wie werden Anforderungen und Schallschutzmaßnahmen geregelt?

  4. Welche Schallschutzmaßnahmen gibt es?

noch Fragen?


  1. Was bedeutet baulicher Schallschutz?
    Unter dem Oberbegriff baulicher Schallschutz werden Maßnahmen verstanden, die eine von einer Schallquelle ausgehende Schallübertragung außer- oder innerhalb eines Gebäudes verringern. Somit gehört der bauliche Schallschutz zu den wichtigsten Kriterien für die Qualitätsbewertung eines Wohnhauses bzw. einer Wohnung. Nach dem Bauordnungsrecht legt die DIN 4109 den vorgesehenen Mindestschallschutz zwischen fremden Nutzungsbereichen fest. Diese Mindestanforderungen dürfen nicht unterschritten werden. Davon abweichend kann auf Wunsch ein höherer Schallschutz gefordert werden. Vorschläge für erhöhten Schallschutz bietet das Beiblatt 2 zur DIN 4109 bzw. die VDI-Richtlinie 4100. Die dort definierten Vorgaben müssen i. d. R. ausdrücklich vereinbart werden. Für den Schallschutz im eigenen Nutzungsbereich sind ebenfalls lediglich Vorschläge definiert.

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  2. Was ist der Unterschied zwischen Luftschall und Körperschall?
    Luftschall entsteht durch Sprache oder Musik, wenn Druckschwankungen Luft zum Schwingen bringen. Klopft jemand an die Tür, versetzt er sie in Schwingung und erzeugt somit Körperschall. Schritte erzeugen eine Sonderform des Körperschalls, den Trittschall, indem sie Geschossdecken in Schwingung versetzen.

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  3. Wie werden Anforderungen und Schallschutzmaßnahmen geregelt?
    Schallschutzmaßnahmen bei Gebäuden werden bauordnungsrechtlich aufgrund der DIN-Norm 4109 geregelt. Die Vorschriften behandeln hauptsächlich Anforderungen an die Konstruktion von Wohnungstrennwänden und Geschossdecken sowie die Ausführung von Leitungen der Hausinstallation und von Lüftungsschächten. Damit werden lediglich Mindest-Standards geschaffen. Gegen Lärmverursacher, die keine Rücksicht kennen, kann baulicher Schallschutz nicht wirklich helfen.

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  4. Welche Schallschutzmaßnahmen gibt es?
    Je schwerer Wände und Decken sind, desto weniger lassen sie sich von Luft- oder Körperschall in Schwingung versetzen. Biegeweiche Wände sind weniger hellhörig als biegesteife. Bei zweischaligen Wandaufbauten bestimmen neben dem Gewicht und der Biegesteifigkeit auch die Qualität des Dämmstoffes zwischen den Schalen und die Vermeidung von Schallbrücken das Maß des Schallschutzes. Schwimmend verlegter Estrich verhindert die Trittschallübertragung aus dem oberen Stockwerk. Reihen- und Doppelhäuser sollten durch eine vom Fundament bis zum Dach durchgängige Trennfuge Abstand halten. Fenster und Türen sowie nachlässig ausgeführte Bauanschlussfugen sind Schwachstellen in Sachen Luftschall – gegen Außenlärm helfen am besten Produkte mit hohen Dämmwerten, die fachtechnisch korrekt eingebaut werden.

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Donnerstag, 9.9.2010
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